Massive Eskalation der NATO

Veröffentlicht am 2. Juni 2024 um 16:30

Mit einem tödlichen Giftcocktail aus selbstgerechter Überheblichkeitradikaler Ignoranz, vollständiger Realitätsverweigerung und gigantischem Größenwahn steuert die NATO kriegsbesoffen, vor aller Augen ganz offen und in voller Absicht in eine direkte Konfrontation mit Russland.

Dabei will sie den Krieg nicht nur stellvertretend unbedingt weiterführen, sie will die direkte Konfrontation von eigenen Soldaten in der Ukraine vis-à-vis zu russischen Soldaten und mit eigenen atomwaffenfähigen Waffen Russland angreifen.

Die indirekte Konfrontation durch den Stellvertreterkrieg reicht wohl immer noch nicht aus, da wird der Dritte Weltkrieg regelrecht forciert. Denn eine direkte Konfrontation kann im Ergebnis nichts anderes bedeuten, als ein nuklearer Krieg.

Das heißt, die fanatischen, angeblichen "Verteidiger der Moral" - ganz vorne dabei die deutsche Regierung - gehen allen Ernstes davon aus, einen Nuklearkrieg zu gewinnen.

"Wir haben die dümmste Regierung Europas", denn sie sagt ja von sich selbst, dass sie hier auch noch die Führungsrolle übernehmen will.

"Unsere Herren des Krieges treiben uns in einen nuklearen Abgrund."

Kardinaltugenden oder Kardinalfehler?

Die "Gutmensch-Doktrin"

Wir sind die Guten. Zumindest wird uns das in Dauerschleife vom medialen Servicepersonal sowie den Köchen höchst selbst so aufgetischt. "Gut"-en Appetit! Der angestrebte Mentalitätswechsel zur Kriegsgesellschaft benötigt nun einmal die Überzeugung, zu den Guten zu gehören. Denn damit lässt sich alles rechtfertigen - meinen sie. Sie nennen das "werteorientiert". Achtung - das kann einem unglaublich schnell im Halse stecken bleiben!

Die infantil-autoritäre Strategie könnte nicht simpler sein: die "Gutmensch-Doktrin". Und die Guten tun nur Gutes, deswegen sind sie ja die Guten. Damit erübrigt sich kritisches Hinterfragen deren Handlungen und Aussagen nicht nur, damit gehört man bereits als Kritiker direkt zu den Bösen. Die Argumente können noch so vernünftig sein - sie sind irrelevant, Inhalte interessieren nicht. Denn "Friss oder stirb" lässt keinen Spielraum, da gibt es einen Kurs, dessen Schmalspurrennstrecke beidseitig betonbemauert wurde. In regelmäßigen Abständen geht`s an die Box zur Indoktrinierungs-Druckbetankung (guuut, guut, gut, gt, g,...) und zur besseren Verträglichkeit und Untermauerung gibt`s jeweils die bittere Pille danach (Putin war wieder böse, daher müssen wir wieder was Gutes tun, z.B. den Krieg mit Waffen und Munition anheizen und auf "Treffer" russischer Atomraketen-Frühwarnsysteme hoffen)...

Kommunikationsstrategie: Moral behaupten und Amoral praktizieren

Es kann so einfach sein, wenn man auf der guten Seite steht, denn da muss nichts mehr hinterfragt werden. Man braucht lediglich die richtigen Begriffe für das oberflächliche Tamtam, denn es interessiert nicht, was drin steckt. Außen hui und innen pfui.

Jetzt doch einmal näher betrachtet: Was hat das alles eigentlich mit Werteorientierung zu tun? "Gut" ist kein Wert - was gut ist, müsste erst über Grundsätze näher bestimmt werden. Die "Gutmensch-Doktrin" müsste mit Inhalten gefüllt werden, wenn man die Werteorientierung ernst nehmen würde. Was wäre da naheliegender, als die 4 Kardinaltugenden KlugheitGerechtigkeitTapferkeit und Mäßigung als oberste Werte moralischen Handelns anzuführen? "Trunken vor Gerechtigkeit, maßlos tapfer und ach so klug (glauben wir) werfen wir unsere Waffen in die ukrainische Schlacht", so Thomas Fasbender treffend dazu.

Nach dem Philosophen Thomas Pieper steht die Klugheit allerdings an erster Stelle, sie ist das Maß der Gerechtigkeit, der Tapferkeit und der Mäßigung. Kluges Handeln bedeutet demnach Abwägung, Selbstbeherrschung, Vernunft und vor allem Besonnenheit - kurz: Moralität.

Das bedeutet:

1. Zur Wiederholung:  "Wir haben die dümmste Regierung Europas".

2. Unsere Regierung und die NATO behaupten zwar, werteorientiert/moralisch zu handeln, sie praktizieren aber das genaue Gegenteil. Nietzsche und de Sade hätten vermutlich ihre helle Freude.

Quod erat demonstrandum.

"Ich hatte recht."

Wir sind jetzt an dem Punkt, vor dem wir vor über 2 Jahren gewarnt haben, weil er absehbar war, wenn sie nicht ihren Kurs ändern. Es gibt keine Strategie, außer der einen: "Wir" (!) müssen siegen, komme was wolle und whatever it takes, denn "wir" sind im Recht."

Nur: "Es nutzt ja niemandem, wenn hinterher auf dem Grabstein steht: Ich hatte recht." (Oberst a.D. Wolfgang Richter)

Matteo Salvini zu Forderungen nach Angriffen auf Russland:

"Stoppt Stoltenberg und Macron!"

Macron ist eine Gefahr für sich und andere, denn er spricht von Krieg.

Heute morgen erfuhr ich außerdem, dass NATO-Generalsekretär Stoltenberg in Sofia mehrfach betonte, dass italienische Waffen und europäische Waffen in Russland töten sollen.

Dieser Herr ist gefährlich.

Er ist gefährlich, weil er vom Dritten Weltkrieg spricht.

Davon zu sprechen, dass westliche und europäische, italienische Waffen im Herzen Russlands zuschlagen und töten sollen, halte ich für sehr, sehr gefährlich und leichtsinnig.

Also sollen die, die es können, ihn aufhalten!"

Sergej Lawrow reagierte folgendermaßen: "Daher kommen wir nicht umhin, die Lieferung dieser Systeme an das Kiewer Regime als eine bewusste Signalaktion der NATO im Nuklearbereich zu betrachten. Sie versuchen uns klarzumachen, dass die USA und die NATO in der Ukraine buchstäblich zu allem bereit sind." 

"Der Kreml hat Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg vorgeworfen, bei der Diskussion um eine Aufhebung von einigen Beschränkungen für einen Einsatz westlicher Waffen gegen Ziele in Russland in eine «kriegerische Ekstase» zu verfallen."

Dabei "gilt bei der NATO als offenes Geheimnis, dass britische und französische Soldaten bereits bei der Bedienung und Zielprogrammierung von Marschflugkörpern helfen." Doch jetzt soll es um deutlich mehr gehen, eine offene Beteiligung und damit direkte Konfrontation mit Russland und eine Kriegsausweitung auf russisches Territorium. Im Recht zu sein, also auf der "guten" Seite, reicht dafür aus - allen Widrigkeiten zum Trotz, wie gesundem Menschenverstand, Menschlichkeit, Historie, unzählige weitere Tote bis hin zum Dritten Weltkrieg.

„Es ist überall nichts in der Welt - ja überhaupt auch außer derselben - zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden, als allein ein guter Wille.“

Immanuel Kant

"Kant fragt, ob es Hoffnung auf mehr Friedfertigkeit gibt, selbst wenn sich die moralischen Beweggründe der Menschen überhaupt nie vermehrten.

Selbst böswillige „Teufel, wenn sie nur Verstand haben“, müssten sich doch mehr und mehr dem Frieden verschreiben, aus einer intelligenten Eigenliebe heraus, um so ihrer eigenen Vernichtung zu entgehen.

Der Kalte Krieg bis 1989 war so ein Frieden zwischen Staaten – nicht aus gutem Willen sondern aus Überlebenswillen. Ein Umweg zum Frieden, aber ein realistischer. Kant gibt in seiner Friedensschrift in Form eines Friedensvertrages Bedingungen für einen Frieden vor, wenn er mehr sein soll, als eine Verschnaufpause zwischen den Kriegen:

So sollen in einem Friedensschluss nicht schon die Gründe für einen Krieg enthalten sein,

stehende Heere sollte es nicht geben, denn sie bedrohten Nachbarstaaten mit Krieg,

kein Staat sollte sich in die Verfassung und Regierung eines anderen einmischen,

in einem Krieg sollte es keine derartigen Feindseligkeiten geben, die einen Frieden unmöglich machen.

"Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."

Immanuel Kant


Haltet sie bitte auf!

Protestiert!

Schützt die Erde und behütet unsere Kinder!

Verweigert den Kriegsdienst!* - Arbeiter in der Rüstungsindustrie: streikt! - Arbeiter in der Logistik: streikt! - Soldaten überall:

Streikt!

Denn wenn ihr euch weigert, den Abzug zu drücken, wird es keinen Weltkrieg geben. Es ist keine "Verteidigung" mehr und damit auch nicht mehr völkerrechtlich gedeckt, wenn man „willentlich und wissentlich eine Linie überschreitet“, die das Friedensgebot der UN-Charta aushebelt und den Weg in den Dritten Weltkrieg bahnt.

* FYI:

Aktuell verschickt die Bundeswehr sog. "V.I.P.-Einladungspostkarten" an Jugendliche mit widerlich suggestiver Rhetorik ("Talent Scout",  "exklusiv", "spannend", "Backstage", "begehrt"), als ginge es um ein Abenteuercamp, das man keinesfalls verpassen dürfe.

Eine der vielen wütenden Reaktionen darauf ist diese von Jens Hildebrandt, DsW:

"Was heißt hier überhaupt "Backstage"? Ist das Rumgefahre mit den Panzern und das Protzen mit dicken Kanonenrohren alles nur Theater und die Bundeswehr eigentlich eine Operettenarmee? Würde den hohen Geldverbrauch bei gleichzeitig geringem "Output" erklären.

Man könnte nun ja sagen "Lass sie, die wollen doch nur spielen", wenn es nicht Politiker gäbe, die das militärische Geprotze ernst nehmen und diese Armee in den Krieg schicken wollten."

Achtung:

Nach § 58 c Abs. 1 Soldatengesetz sind die Meldebehörden der Kommunen verpflichtet, jährlich bis zum 31. März Daten zu 16-17-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit, die im nächsten Jahr volljährig werden, dem Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr zu übermitteln. Die Daten sind zu löschen, wenn die Betroffenen dies verlangen. Die Datenübermittlung an das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr unterbleibt, wenn die betroffene Person ihr nach § 36 Abs. 2 Bundesmeldegesetz (BMG) bei der zuständigen Gemeinde widersprochen hat.

Widersprecht!


Kommentar hinzufügen

Kommentare

Christina Zgoll
Vor 17 Tage

Ich finde es unverantwortlich, dass unsere Regierung jetzt auch zustimmt, dass Waffen auf Ziele in Russland eingesetzt werden dürfen.
Anstatt den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu deeskalieren und Friedensverhandlungen anzustreben, wird dauernd weiter eskaliert und der Krieg angeheizt, sei es aus den USA, Großbritannien, Frankreich und jetzt auch Deutschland.
Seid Ihr so verantwortungslos und setzt das Leben von noch mehr Menschen aufs Spiel, wenn nicht von der ganzen Welt, falls Atomwaffen zum Einsatz kommen.