Friedenskonfe-renz & Anti-Siko

Veröffentlicht am 8. Februar 2026 um 05:00

Aufruf zur Friedenskonferenz und Anti-Siko-Demo 2026

Ihr Lieben, nächste Woche ist es wieder soweit: die alljährliche Friedenskonferenz als Alternative zur (Un-)Sicherheitskonferenz (Siko/MSC) in München und am Samstag die Anti-Siko-Demo finden wieder statt. Ich möchte an dieser Stelle nochmal dringend zur Unterstützung und Teilnahme aufrufen.

Die MSC ist das weltweit führende und größte Forum für Debatten zur internationalen Sicherheitspolitik und dieses Jahr werden über 450 hochrangige internationale Gäste erwartet, darunter dutzende Staats- und Regierungschefs, Minister sowie Vertreter von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Wirtschaftsunternehmen.

Wie sie Sicherheit definieren, wissen wir - das hat nichts mit Sicherheit für die Bevölkerungen zu tun. Es erhöht unsere Unsicherheit massiv, eskaliert weiter die hochgefährliche Lage und Diplomatie, Abrüstung, Kooperation, Solidarität, Gemeinschaft - Frieden - ... sind Begriffe, die dort im bayerischen Hof maximal zur Verbrämung verwendet werden.

Wir müssen uns wehren und zeigen, dass wir nicht einverstanden sind mit dieser Kriegspolitik!

Die Friedenskonferenz - inkl. Protest am Samstag - betont:

Friedenstüchtig müssen wir werden - nicht kriegstüchtig!

Friedenskonferenz 2026

„Gegen den Strom der Gewalt“

Freitag, 13. Februar - Sonntag, 15. Februar

Vorträge, Symposien, Podiumsdiskussionen, Workshops, Buchlesung... im Salesianum

https://friedenskonferenz.info/

Anti-Siko-Demo

Samstag, 14. Februar, ab 12:30 Uhr

Auftaktkundgebung, Menschenkette, Demozug, Abschlusskundgebung am Stacchus und Marienplatz

https://www.sicherheitskonferenz.de/de

Die 24. Internationale Münchner Friedenskonferenz 2026 betont die Gestaltungskraft der Zivilgesellschaft. Angesichts einer weltweiten politischen Realität, in der staatliches Handeln oft von Machtpolitik, militärischer Logik und der Durchsetzung nationaler Interessen geprägt ist, werden zentrale Aufgaben wie Friedenssicherung, Gewaltprävention und Schutz der Bevölkerung vielfach vernachlässigt.

Gerade hier zeigt sich die Bedeutung der Zivilgesellschaft: Wenn politische und militärische Entscheidungsträger ihrer Verantwortung nicht ausreichend nachkommen, übernehmen zivilgesellschaftliche Akteure die Aufgabe, Alternativen sichtbar zu machen, Verantwortung zu teilen und Perspektiven von Gerechtigkeit, Dialog und Diplomatie einzubringen.

Mit dem Leitmotiv „Gegen den Strom der Gewalt“ stellt die Konferenz heraus, dass Frieden nicht das Ergebnis militärischer Machtpolitik ist, sondern Aufgabe des Rechtsstaats und Verantwortung der Gesellschaft, getragen von Menschen, Bewegungen und Initiativen.

Konzept

Die Internationale Münchner Friedenskonferenz 2026 stellt den Mut ins Zentrum, Krieg und Gewalt zu widersprechen.

 

Am Freitagabend widmen wir uns der Kriegsdienstverweigerung als Ausdruck individuellen und kollektiven Widerstands gegen staatliche Gewalt und militärische Logik mit Simon David Dressler, Kriegsdienstverweiger:innen aus Israel, Russland und der Ukraine und Organisationen der Kriegsdienstverweigerung.

Der Samstagabend „Zeit zu reden“ mit Kristin Helberg fragt nach der Rolle von Sanktionen und Boykotten, zwischen Machtpolitik, Zivilgesellschaft und moralischer Verantwortung. Die Gesprächsreihe „Zeit zu reden“ soll Menschen wieder zusammenbringen, die sich voneinander entfremdet haben. Sie wird federführend organisiert von Kristin Helberg, Autorin und Journalistin, Ido Arad, israelischer Dirigent und Haig Ghokassian, armenisch-libanesischer Chemiker und wird seit September 2024 erfolgreich in Berlin durchgeführt.

Am Sonntagmorgen liest Fabian Scheidler aus seinem Buch „Friedenstüchtig“. Scheidler argumentiert explizit für einen Perspektivwechsel, weg von Gewaltlogik und hin zu einem zivilgesellschaftlich getragenen Friedensverständnis. Mit „Friedenstüchtig“ als Lesung setzen wir ein Signal gegen die Vereinnahmung des Friedensbegriffs durch militärische Logik.

Workshops, eine Ausstellung und Musik schaffen Raum für Reflexion, Austausch und
kulturelle Ausdrucksformen.

Programm

Aufruf

Kräftevergleich 2026

NATO/Russland

8-Seiten-Leporello


Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.